„Enke: Suizid wegen Schweinegrippe“
12. November 2009
Ein kleiner Witz am Rande. Der Torwart der Nationalelf hat sich natürlich nicht wegen der Neuen Grippe, sondern wegen viel schwerwiegenderen Problemen umgebracht. Und an sich macht man darüber auch keine bösen Witze oder Späßchen. Ihr dürft gerne behauten ich bin taktlos, aber irgendwo darf man auch provozieren. Außerdem verpacke ich somit zwei top aktuelle Schwerpunkte in einen Titel.
Jetzt aber mal im Ernst. Es ist wirklich tragisch. Ich bin nicht genügend über die Hintergründe informiert, um Genaueres zu sagen. Prinzipiell finde ich, dass jeder Mensch selbst entscheiden darf, wann er aus dem Leben tritt. Sei es an einem besonders schönen oder besonders schlechten Tag. Natürlich gibt es andere Wege, aber wer seid ihr, dass ihr euch zum Gott aufspielen dürft. Es war sein Leben. Und ihr habt euer eigenes Leben. In ein paar Tagen, Monaten, Jahren habt ihr es eh vergessen, wer sich warum umgebracht hat.
Außerdem könnte jeder von uns morgen an einem wahnsinnig aggressiven und nicht minder gefährlichem Virus erkranken. Ich spaße erneut. Wer hatte noch keine Grippe? – Niemand? – Wahrscheinlich. Also warum impfen lassen? Meiner Meinung nach sinnlos – obwohl, nicht ganz. Wenn man sich impfen lässt, unterstützt man damit die Pharmaindustrie. Auch das ist für mich kein Grund.
In meiner Stufe sind bereits mehrere erkrankt, was mich allerdings nicht abschreckt weiterhin regelmäßig zur Schule zu gehen. Wobei ich eingestehen muss, dass ich heute Mittag Zuhause bin, weil es mir ehrlich nicht gut ging. Mein Kreislauf hatte sich verabschiedet und ein pochender Schmerz wollte meinen Kopf nicht mehr verlassen. Jetzt geht es mir deutlich besser, was auch notwendig ist. Ich will heute Abend noch auf ein Konzert. Ich muss die Karte noch suchen. Ich sollte besser Ordnung halten.
Gestern war ich mit Alina im Theater. Harper Regan hieß das Stück. Es war nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht gut. Des weiteren habe ich mich zwar nicht gelangweilt, aber ich habe keinen Sinn erkennen können. Keine Problematik, die dargestellt wurde. Es ging um eine Frau, die von ihrem Arbeitgeber ein paar Tage frei bekommen will, um zu ihrem Vater, welcher im Koma liegt, zu fahren. Der Arbeitgeber verweigert ihren Wunsch, worauf sie ohne dessen Erlaubnis fährt. Mann und Kind werden in der Heimat gelassen. Ihr Vater stirbt bevor sie ankommt. Sie versucht sich über den Verlust hinwegzutrösten, in dem sie mit einem fremden Mann schläft. Irgendwie erfährt man dann noch, dass ihr Mann verurteilter Sexualstraftäter ist, weil er angeblich Kinder in pronographischer Absicht fotografiert hat.
Irgendwie ist alles recht abstrus und kaum interessant. Das Ende, welches ich nicht rezitieren möchte, ist mir unklar. Ein wahrscheinlich anspruchsvollerer Abend, als vor der Glotze, aber keiner der mich weiterhin gefangen nimmt. Ein Theaterstück zum Ansehen und gleich wieder vergessen. Auch wenn man den Schauspielern damit Unrecht tut.
Die Fotos aus dem heutigen Post stammen von einem kleinen Erkundungsgang mit meiner D90. Ich hoffe, sie sagen euch zu. Das eine oder andere sähe mit einen Filter vielleicht noch ein bisschen besser aus, aber ich bin zu faul dazu. Ihr verzeiht hoffentlich. In diesem Sinne einen schönen Resttag und steckt euch nicht an.
Raubtierfütterung
9. November 2009
Guten Abend werte Leserschaft. Zu Beginn möchte ich sagen, das ich primär damit beschäftigt bin die 2. Staffel der Serie O.C. California anzuschauen. Daher fasse ich mich erneut kurz. Ich wollte bloß ein paar Worte zu dem heutigen Datum loswerden. Der 9. November, ein Tag, wie jeder andere – nicht ganz. Zum einen wäre meine Oma heute 90 geworden. Zum anderen wurde heute vor 20 Jahren die Grenze zwischen der DDR und BRD geöffnet. Ein historisches Datum für unser Land. Also warum ist der heutige Tag kein gesetzlicher Feiertag? Für die Beantwortung dieser Frage muss ich mehr als 20 Jahre zurück gehen – 71 um genau zu sein. In diesem Jahr, an diesem Datum geschah eine der Taten, auf die kein Deutscher stolz sein darf. Bekannter ist dieses schreckliche Ereignis als Reichspogromnacht. Wer jetzt immer noch nicht weiß, was das ist, benutze die Copy- und Past-Taste und befördere damit das nachzuschlagende Wort in die kleine Leiste einer Suchmaschine.
Noch eine kleine Ergänzung aus dem heutigen Unterricht. Die Mitschülerin zu meiner Linke hatte Mandarinen – ich hasse diese Früchte – dabei. Und der Mitschüler zu meiner Rechten wollte ein paar Schnitze abhaben, also legte er den Kopf nach hinten, klatsche in die Hände wie ein 3-Jähriger und machte lustige Tiergeräusche – es sollte eine Robbe darstellen. Da ich es nicht mit anschauen konnte, wie der arme hungert, habe ich ihm 2 Schnitze in den Mund geworfen. Er hat sie gefangen – ohne Hände, Flossen oder was auch immer.
She is back.
8. November 2009
Back to her normal way. Für alle, die sich gedacht haben: Oh Gott, was mache ich jetzt jeden Tag, ohne diesen grandiosen Blog zu lesen, sei gesagt: Euer Leben hat nun wieder einen Sinn. Der Post wird kurz bleiben, da ich nicht all zu viel zu sagen habe und mich nur zurück melden wollte. Außerdem gibt es mich ab sofort auch bei Twitter. Ich wünsche euch jetzt noch eine angenehme Woche. Meine Woche wird vollgepackt sein, das heißt, dass ich viel zu bloggen bzw. twittern habe.
Sendepause
1. November 2009
Der Blog ist für weiteres auf Eis gelegt. Madame hat genügend zu tun und viel mehr um sich wegen anderen Dingen, als der richtigen Formulierung den Kopf zu zerbrechen.
turncoat! killer! liar! thief!
30. Oktober 2009
Vieles kann man der Band Anti-Flag aus den Staaten vorwerfen, aber nicht dass sie keinen Kontakt zu ihrem Publikum suchen. Sie setzen ihren Drummer samt Schlagzeug mitten ins Publikum und lassen ihn dort die Zugabe spielen. Auch ist unpolitisch ein Adjektiv, welchem sie so gar nicht gerecht werden wollen. Sie rufen in ihren Shows auf, sich vegetarisch, gar vegan, zu ernähren und ihre Instrumente werden vom Solgan „This machine kills facists“ geziert. Was man vom Punkimage halten will, bleibt jedem selbst überlassen. Aber die 4 Jungs aus Pittsburgh machen es ihren Hörern und alle Potentiellen leicht mit ihren Songs, die leicht ins Ohr gehen, dort bleiben und zum mitgröhlen animieren.
Was einem als Konzertgänger immer am meisten im Gedächtnis bleibt ist der Beginn und das Ende eines Konzerts. Und den Abgang mit Paukenschlag hatten definitiv Alexisonfire. Ich wollte diese Band, seitdem ich sie das erste mal vor etwa drei Jahren gehört hatte, live sehen. Ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste abgehakt. Der Auftritt war gut, aber gegen so eine erfahrene Band haben sie keine großen Chancen.
Die beiden Bands, welche davor spielten, habe ich allerdings verpasst. Der Grund dafür war, dass es eine ganz spontane Idee war überhaupt auf das Konzert zu gehen. Es war folgendermaßen: Um etwa 19:00 bringt mein Vater mir das Telefon in die Küche – ich koche gerade – und meint Max wäre dran. Dieser hat mich dann überzeugt, den Abend nicht Zuhause – mit schlechter Laune – zu verbringen, sondern mit auf das Konzert zu kommen.
Arbeitsplatz mit Unterhalungswerkzeug
Vorhin war dann eine Freundin bei mir, die von ihrem aktuellen Praktikum erzählt hat. Wer errät in welchen Beruf sie rein schnuppert kann einen Lolly gewinnen. Ein Zitat aus dem Gespräch:
„Ich durfte am ersten Tag gleich eine Leiche mit anziehen. Wir haben diese in der Pathologie abgeholt. Vorgestern war ich dann im Krematorium. Heute mussten wir dann jemanden im Altersheim abholen. Die Leiche hat schon angefangen zu verwesen.“
Und zum Schluss noch einen kleinen Filmtip. Es gibt vielleicht unter euch Fans von Oscar Wild. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich gerade mein erstes Buch von ihm lese und das auch nur halb freiwillig. Ich muss es im Englischunterricht vorstellen. Immerhin durfte ich aussuchen, welches Buch es sein wird. Ich habe es mir heute gekauft. Sogar in zweifacher Ausführung, einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch. Nach der ersten Seite war ich bereits verliebt in die Sprache. Der Film scheint auch viel versprechend zu werden, wenn man dem Trailer Glaube schenken darf. Bildet euch selbst eine Meinung.




